SiliTec

Ingenieurgesellschaft für Silicattechnik mbH

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Neue Techniken zur Verbesserung der Ertragslage bei Glaserzeugern

Die Philosophie der SiliTec und Ihr Motto "Investieren heißt sparen!" entstand aus einer Analyse der Rahmenbedingungen, die den Glasproduzenten zu Beginn des 3. Jahrtausends schwer zu schaffen machen.

Der wirtschaftliche Erfolgsdruck lastet spätestens seit den 90er Jahren besonders schwer auf der Glasindustrie. Dazu beigetragen haben verschärfte Umweltbestimmungen ebenso wie eine verfehlte Abfallpolitik und steigende Energie- wie Transportkosten. Vor allem aber der Verlust ganzer Marktsegmente an Substitutionsprodukte führte zu einem harten Verdrängungswettbewerb und dem damit einhergehenden Preisverfall für Glaserzeugnisse. Dazu kommen noch die hohen Anforderungen des Kapitalmarktes hinsichtlich des "Shareholder Value" bzw. des "Return on Capital Employed" und die oft widerstrebenden Interessen innerhalb der eigenen Konzerne.

In der Folge führten eine Reihe von ökonomischen Eingriffen zu einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation der Glasproduzenten. Einige dieser Methoden und deren Ergebnisse sollen im Folgenden kurz angerissen werden:

  • Analyse durch Controlling
  • Analysen durch Benchmarking
  • Analyse der Kundenwünsche

führten unter anderem zu

  • Kostenreduktion durch Sparmaßnahmen
  • erst Abgleichen des Standes der Technik und dann neuen Marketingstrategien
  • größerer Produktvielfalt bei kürzeren Produktionszyklen

Die gleiche Darstellung – wenngleich mit einem anderen zeitlichen Hintergrund – gilt auch für die empirische Verbesserung des Produktionsprozesses: Aber auch dafür gilt, dass es den technischen Mitarbeitern mittlerweile nur noch unter enormen Anstrengungen gelingt, die Prozessausbeute in kleinsten Schritten kontinuierlich zu verbessern.

Im jungen dritten Jahrtausend stellt sich also die Frage, ob bei der Kapitalausbeute in der Glasindustrie noch Quantensprünge möglich sind, die der einzige Garant für eine mittelfristige Standortsicherung wären.

In der Tat hat sich die Technik in den unterschiedlichen Bereichen derart weiterentwickelt, dass eine solche Hoffnung durchaus berechtigt ist. Das Vorgehen dabei ist einfach, weil das Schema der Ökonomen erneut Verwendung findet: Durch den Einsatz neuer Analysemethoden müssen weitere Potenziale zugänglich gemacht, um durch den Einsatz geeigneter Techniken ausgeschöpft zu werden.

Zunächst stellt sich aber die Frage, in welchen Bereichen der Glasproduktion solche Potenziale noch zu finden sein sollen und warum sie bisher nicht vollständig ausgeschöpft sein sollten.

Zur Klärung dieser Frage übertrug die SiliTec die Philosophien des systemischen Denkens und der kooperativen Netzwerke auf den Prozess der Glaserzeugung, um entsprechende Analysenmethoden sowie Lösungsansätze ableiten zu können.

Demnach sind unter anderem in folgenden Bereichen Potenziale verborgen, die sich nur mit neuen Lösungsansätzen erschließen lassen:

  1. Glaschemie und Glasrohstoffe
  2. Artikelgewicht
  3. Umrüstzeiten
  4. Prozessgeschwindigkeit
     

Wie aber können diese verborgenen Potenziale erschlossen werden?

Um diese Frage beantworten zu können, ist es unerlässlich, tief in die Glastechnologie einzusteigen und diese mit den Erfahrungen der Praktiker in den Werken in Einklang zu bringen. Näheres hierzu ist unter der Rubrik Fachpresse zu finden.

Das Ergebnis aus diesen Überlegungen lässt sich mindestens qualitativ in einer einzigen Formel zusammenfassen, welche die Spannungsrelaxation während der Formgebung beschreibt.

Anhand dieser Formel lässt sich die gesamte Komplexität des Prozesses der Glasherstellung verstehen, weil sie im Prinzip ausdrückt, dass sich sämtliche Einflüsse, angefangen bei verunreinigten oder feuchten Scherben bis hin zum Wetterumschwung, auf den Prozess in extremer Weise – also nicht linear – auf das Endergebnis – also die Produktqualität – auswirken können.

Damit ist auch klar, dass sich der Gesamtprozess im mathematischen Sinne chaotisch verhält und demnach nicht deterministisch ist, sein Verhalten also nicht im Voraus berechenbar ist. Da der Prozess ferner weitab vom thermodynamischen Gleichgewicht abläuft, müssten entsprechende mathematische Ansätze aus der Systemtheorie Verwendung finden. Dies aber wäre für die Praktiker wenig hilfreich, weil die Ergebnisse voraussichtlich von rein akademischem Wert, also nicht anwendbar wären.

Daher hat die SiliTec lediglich die Philosophie der Systemtheorie auf den Prozess der Glasherstellung übertragen. Demnach muss der Gesamtprozess als dynamisches Netzwerk aus vielen Teilprozessen verstanden werden, die alle mehr oder weniger ausgeprägt miteinander wechselwirken.

Aus dieser Erkenntnis lässt sich sofort die technische Umsetzung ableiten: Die relevanten Teilprozesse müssen als erstes erkannt und separat stabilisiert werden. Damit wird der Gesamtprozess stabilisiert, wodurch die mittlere Qualität der Produkte und somit auch die Wertschöpfung zunimmt. Daraus ergibt sich dann auch der ökonomische Nutzen der Investitionen in die neuen Technologien, der sich im ROI widerspiegelt. Nachfolgend ist zusätzlich noch eine Prozessoptimierung möglich, die dann über quantitative Effekte die Wertschöpfung steigert, wie z.B. durch eine Erhöhung der Schnittzahl bei geringerem Artikelgewicht.

Daraus ergibt sich aber sofort auch, dass die Arbeitsstrukturen in den Glaswerken nicht mehr zeitgemäß sind: Einem dynamischen Netzwerk aus komplex wechselwirkenden Teilprozessen ist nämlich nur über eine kooperative Netzwerkstrategie beizukommen; demnach müssten alle Abteilungen von Schmelze über Produktion bis hin zu Mess- und Regeltechnik an einem Strang ziehen, um den möglichen Quantensprung in der Ausbeute realisieren zu können. Um die dazu notwendige Basis zu schaffen, die im Wesentlichen aus dem Verständnis und der Motivation der betroffenen Mitarbeiter besteht, bietet die SiliTec ein umfangreiches Trainingsprogramm für den technischen Stab sowie Consulting für die Managementebenen an.